
BRAUCHTUM WALKEN (Artikel vom 22.01.2021 auf Krone.at)
Ein Handwerk, das uns richtig einheizt
„Stangenware“ vom Allerfeinsten
Was gibt es im Winter Schöneres, als wenn einem herrlich warm ist? Mit Walkwaren vom Traditionshaus Huber in Pruggern gelingt das, mit altem Handwerk, formschön und fröhlich.
Im Jahr 1866 wurde die „Lodenstampfe“ in Pruggern erstmals erwähnt, 1929 wurde diese zur Strickerei umgewandelt und ging an die Familie Huber; dort und bei ihnen ist sie heute noch. Und die Hubers arbeiten mit ganz viel Herzblut an den gewalkten Kleidungsstücken. Teils noch auf Maschinen, die 50 Jahre alt sind, kombiniert mit hochtechnisierten Geräten. Die Produktion verbindet Tradition mit Moderne genauso wie das die Produkte tun: Mit jahrhundertealtem Handwerk gemacht – heutzutage als Qualitätsstück sehr gefragt. Vom Fäustling über Socken bis zur Weste!
Gernot Huber führt die Walkwaren
Eine Arbeit, die so aufwändig wie nachhaltig ist. Reine, natürliche, nachwachsende Schafwolle, die nie Chemie gesehen hat, bildet die Grundlage, sie wird zu Garn und Faden weiterverarbeitet, dann verstrickt. Und das viel größer, als das Produkt im Endeffekt sein soll – denn das Walken mittels Waschen in warmem Wasser – das genaue Prozedere bleibt das Familiengeheimnis der Hubers – lässt Mütze und Co. um gut ein Drittel schrumpfen.
Walkwaren Handwerkszeug
Nach dem Walken wird das Kleidungsstück auf Holzleisten gedehnt und in die ideale Form gebracht. Fertig. Wasserfest. Warm. Natürlich und schön! Und auch wieder richtig in Mode.
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Bild: (Bild: www.croce.at Croce & Wir Mantscha 160 8052 Graz Austria)